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16. April 2019

#20
Zeugnis:
Manuel

16. April 2019
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Zeugnis: Manuel

Es ist beinahe ein gesamtes Jahr vergangen, seit wir das letzte Mal in diese Reihe eingestiegen sind: Und auch in dieser Staffel von 'Unser Leben in Christus: Ein Zeugnis seiner Herrlichkeit' haben wir wieder fünf mutige, offene und ehrliche Menschen gefunden, die uns von ihrem Leben mit und ihrem Glauben an Jesus Christus erzählen möchten.
Diese Reihe dient uns und euch zur Inspiration und zum bewussten Innehalten über Gottes Wunder und seine Güte mitten unter uns. Gott wirkt! Heute, genau wie gestern und auch in Zukunft und dies wollen wir hier mit euch teilen. Viel Freude beim Lesen und entdecken, Sascha.

Nach diesem Erlebnis wusste ich: "Es wird nie wieder so sein, wie es vorher war!", doch wie kam es dazu?
An der Oberfläche bin ich schon immer ein glücklicher Mensch gewesen, das ewige Lächeln ging mir selten verloren, das Leben lief, von außen betrachtet, war alles super. Vor allem in meiner Jugendzeit und auch weit in mein Erwachsenenleben hinein, sah es innerlich aber oft anders aus. Ich fühlte mich einsam, so als würde sich niemand wirklich für mich interessieren, war unzufrieden mit mir, mit dem, was ich konnte und wer ich war.

Meine Eltern hatten mich zum Glauben an Jesus Christus und seine große Liebe für uns Menschen erzogen; ich hatte das 'volle Programm' von Taufe über Sonntagsschule, hin zu Christenlehre und Konfirmation mitgemacht, aber im Herzen war nicht viel von Gottes Liebe bei mir angekommen.
So entschied ich mich, als ich mit 16 zu Hause auszog, die Erziehung meiner Eltern hinter mir zu lassen und meine eigenen Wege zu gehen. Viel änderte sich aber nicht. Ich war mit der Welt und mir ähnlich unzufrieden wie zuvor. Meinen Wert versuchte ich aus guten Leistungen, vor allem im Sport, zu beziehen. War ich mal nicht gut, dann machte mich das noch unzufriedener.
Mit 19 war ich gemeinsam durch Bekannte vom Sport mit auf einer christlichen Freizeit in den Alpen. Ich kannte solche Freizeiten aus meiner Teenizeit ganz gut – eigentlich waren sie immer ganz schön gewesen. Wiedermal so richtig mit dem Thema Glauben konfrontiert, erzählte ich einem Leiter, dass mir der Glaube nichts bringt, weil es nichts in meinem Leben verändern würde. Seine Antwort war sinngemäß: "Deine Zeit ist noch nicht gekommen!""Vielen Dank!" dachte ich.

Über ein Jahr später, wieder in den Alpen auf Freizeit, völlig unverhofft kam dann 'meine Zeit'. Eine Bekannte, hatte in diesem Sommer geheiratet. Ich frage sie in einem lockeren Gespräch: "Liebe – Gefühl oder Entscheidung?" Ihre Antwort: "Die Entscheidung zählt. Gefühle gehen und kommen aber die Entscheidung bleibt!"
Warum weiß ich nicht, aber mir wurde klar, dass es beim Glauben und der Beziehung zu Jesus wohl auch so sein muss. Ich entschied mich dafür, Jesus als meinen Herrn anzunehmen. Total unspektakulär, aber das veränderte alles. An diesem Nachmittag wurde meinem Herzen bewusst, dass der Schöpfer aller Dinge, der auch mich gemacht und erdacht hat, sich danach sehnt, dass ich ganz bewusst mit ihm lebe. Vor tiefer innerer Freude habe ich Stunden geweint. Ich wusste: "Es wird nie mehr so werden, wie es war!"

Und es wurde auch nie wieder so! Das nächste halbe Jahr war so von Gottes Führung durch den Heiligen Geist bestimmt, dass Themen, die mir unveränderlich schienen, wie mein ungesunder Umgang mit Pornografie und Selbstbefriedigung, nicht mehr da waren und die Beziehung zu meinem Vater heil zu werden begann. Dinge, die mir erst so wertvoll schienen, verloren ihren Wert, denn ich wusste, dass ich das wertvollste im Universum gefunden hatte. – Manuel

Du möchtest auch von deinem Leben mit Gott Zeugnis geben? Von deiner Hingabe für sein Reich oder der Schönheit deiner Bekehrung zu Ihm? Dann schreib uns eine Mail mit deiner Geschichte, mit deinen Erfahrungen und deinen Worten. Trau dich deinen Glauben und Gottes Wirken und Wunder an dir zu zeigen: zeugnis@keineinsamerbaum.org