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14. März 2018

#56
Tatendrang und
ein Ende

von Sascha Gonzales

14. März 2018
Lesedauer: 2 Minuten
Von Sascha Gonzales


Tatendrang und ein Ende

Ich träume davon, dass keineinsamerbaum diese Stadt verändert – davon hatte ich euch ja bereits letzte Woche erzählt. Aber an diesem Traum hängt eine ganze Menge mehr dran, als mir das bisher klar war. Es geht viel tiefer, als ich vermutete, weil es doch nicht nur um diese Stadt geht – ich habe diese Veränderung noch viel mehr nötig.

Gestern war ein relativ unspektakulärer Tag. Relativ, weil doch einiges passierte, während alles so scheinbar uninteressant daherkam. Es gab kein großes Tamm Tamm, keine ausschweifenden Reaktionen. Und doch ging gestern – für mich – eine Ära zu Ende, die vor fast einem Jahrzehnt ihren Anfang fand: Mein Gewerbe.
Viele Kleinigkeiten führten nun schlussendlich zu dieser Entscheidung: Das Abmelden meiner Selbstständigkeit, die doch schon seit einigen Monaten, ja, fast anderthalb Jahren, keine wirkliche Bedeutung mehr hatte. Doch Dinge müssen beendet werden; müssen Platz machen, damit neue Aufgaben, Chancen und Möglichkeiten ihren Weg ins Leben finden können – daran glaube ich. Und so musste eben auch mein Gewerbe weichen.

7 lange Jahre war es ein Teil meines Alltags, meines Lebens. Unzählige Stunden verbrachte ich mit diesem Projekt und meiner Musik. Ich hatte unfassbar große Träume und Ambitionen, bahnbrechende Vorstellungen darüber, wie meine Arbeit alles verändern würde – aber es waren im Rückblick doch keine Träume, die wahr werden sollten – jedenfalls nicht in diesem Ausmaß.
Und so endet der Traum meiner frühen 20er Jahre, um Platz zu schaffen für den Traum meiner Berufung: Ich suche meinen Platz in Gottes Plan; in seiner Vision für mich. Und ich spüre Tatendrang!