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17. Januar 2018

#48
Kontrollfreak
war gestern

von Sascha Gonzales

17. Januar 2018
Lesedauer: 4 Minuten
Von Sascha Gonzales


Kontrollfreak war gestern

Ich werde des Öfteren gefragt, was oder wer mich inspiriert. Besonders häufig wird mir diese Frage in Bezug auf meine Entscheidungen im Leben gestellt: "Warum studierst du nicht?""Warum verfolgst du deine Karriere in der Musik nicht mehr?""Wie schaffst du es so viel Vertrauen in Gott zu haben?"

Die Antworten auf diese Fragen – glaubt es oder nicht – sind alle relativ ähnlich und haben im Kern folgendes Merkmal: Glauben. Ich glaube daran, dass Gott gut ist. Ich glaube daran, dass Gott einen Weg mit mir geht. Und ich glaube daran, dass ich, wenn ich meine Kontrolle abgebe, davon nur profitieren kann.

Mir ging es aber nicht immer so. Man könnte beinahe meinen, ich komme aus der komplette gegensätzlichen Richtung: Ich war ein wahrer Kontrollfreak. Diese Kontrolle reicht von "Ich esse nur, was ich kenne" bis hin zu starker Eifersucht in Beziehungen. Aber was hat nun aus diesem Kontrollfreak von früher einen anderen Menschen gemacht? Du ahnst es schon: Gott.

Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst. – 1. Johannes 4, 18 (Neue Genfer Übersetzung)

Hier liegt der Kern meiner heutigen Kolumne: Woher kommt denn diese Kontrolle? Aus Angst. Nichts inspiriert mich weniger, als Angst. Sei es insbesondere meine eigene, oder sogar die Angst anderer. Angst ist nicht inspirierend. Angst ist nicht attraktiv. Angst fördert Kontrolle und schränkt uns ein.
Angst ist der treibende Faktor, der uns dazu bringt die Kontrolle bei uns behalten zu wollen. Warum spricht die Bibel so häufig davon, dass wir keine Angst haben sollen? "Fürchte dich nicht.." lese ich wirklich oft in Gottes Heiliger Schrift. Zufall? Nein.
Angst ist eine Waffe des Teufels, weil sie euch davon abhält euer Leben zu 100 Prozent in Gottes Hände zu legen. Wie oft ertappe ich mich dabei, dass ich etwas nicht tue, weil ich Angst habe. Sei es die Angst davor bloßgestellt zu werden, weil es misslingen könnte. Oder die Angst davor, dass andere Menschen mich dann komisch finden könnten. Und so weiter.. Geht es euch auch so?
Doch ich möchte euch Mut machen! Sich auf den Weg zu machen und diesen Prozess der Ent-Kontroll-isierung einzuleiten; Gott zu 100 Prozent zu vertrauen – von der kleinsten Faser bis ins große Ganze. In diesem Vertrauen steckt wahrer Reichtum für euer Leben. Nirgends sonst empfinde ich eine stärke Form von Gottes Segen in meinem Leben, als wenn ich Ihm ganz und gar vertraue und mich so leiten lasse, wie er das möchte. Und wisst ihr, was das wunderbare daran ist? Es klingt viel schwieriger als es in Wirklichkeit ist!

Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. – Hebräer 10, 35 (Lutherbibel)